Orgel in der Pfarrkirche Pfarrkirchen

Aus der Werkstatt Egedachers (Hauptwerk von 1719) mit einer wesentlichen Umarbeitung durch Josef Breinbauer aus Ottensheim im Jahre 1874. Restauriert 1994 von der Orgelbauwerkstätte Bruno Riedl in Linz mit der von Breinbauer geschaffenen Intonation.

Hauptwerk
Principal 8', C-G Holz, ab A Metall / Salicional 8', C-G Holz, ab A Metall / Viola 8', Holz / Coppel 8', Holz / Octav 4', Metall / Quint 3', Metall / Superoctav 2', Metall, mit Egedacher-Pfeifen / Mixtur IV, Metall

Brustwerk
Coppel 8', Holz / Amorosa 8', C-G Holz, mit Coppel 8', ab A Metall / Gamba 8', C-H Holz, ab C° Metall / Principal 4', Metall / Mixtur III 2'
Pedal
Subbass 16', Holz / Octavbass 8', Holz / Violon 8' + 4', Holz / Pombardon 16', Holz


Das Ziel der Restaurierung war die Herstellung der Orgel in der Art und Ausführung, wie sie nach dem Umbau durch Josef Breinbauer gewesen ist. Dazu wurde das vorhandene alte Material verwendet und, falls nötig, nach der überlieferten Bauweise ergänzt und repariert. Sämtliche Prospektpfeifen aus Blech wurden entfernt und vom Principal 8' im Hauptwerk und Principal 4' im Brüstungspositiv wurden aus Zinn (86,5%) nach alter Vorlage neue Pfeifen gefertigt und mit Stimmlappen versehen. Die beiden alten Manualklaviaturen wurden nach der Vorlage der Orgel in Kalsching in Tschechien neu angefertigt. Die Pedalklaviatur wurde auf 18 Tasten erweitert. Dazu kam ein neues Balggehäuse an der Rückseite der Orgel. Das Pfeifenwerk Egedachers hatte eine hohe Stimmung. Darauf wurde bei der Intonation und Stimmung Rücksicht genommen, sodass die Orgel wieder den Klangcharakter J. Breinbauers hat. Die Stimmtonhöhe vom Ton a° der Octav 4' beträgt bei einer Temperatur von 19°C 447,6 Hz. Die Restaurierung wurde 1994 fertig gestellt und wurde vom diözesanen Betreuer Prof. Dr. Rupert Frieberger und Ing. Brauneis vom Bundesdenkmalamt begutachtet und für sachgemäß befunden.

zurück