Orgel in der Pfarrkirche Aigen im Mühlkreis

1997 erbaut von der Firma Rieger-Orgelbau in Schwarzach (Vlbg.)
Hauptwerk (1. Manual)
Bordun 16'
Principal 8'
Bordun 8'
Gamba 8'
Flûte harmonique 8'
Octave 4'
Flöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Mixtur IV
Cornet V
Trompete 8'

Schwellwerk (2. Manual)
Hohlflöte 8'
Salicional 8'
Vox coelestis 8'
Principal 4'
Flûte travers 4'
Nazard 2 2/3'
Octaviante 2'
Tierce 1 3/5'
Plein jeu V
Basson 16'
Trompette harmonique 8'
Hautbois 8'
Clairon 4'
Tremulant

Pedal
Principalbass 16'
Subbass 16'
Octavbass 8'
Gedecktbass 8'
Violonbass 8'
Octave 4'
Bombarde 16'
Trompetenbass 8'

Koppeln:
II/I; I/Ped; II/Ped

Mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur; Schwelltritt für Jalousien; elektronische Setzerkombinationen

Als im Jahre 1901, die neue Pfarrkirche in Aigen konsekriert wurde, konnte bald darauf, im August 1901 auch die neue Orgel in Gebrauch genommen werden: Hoforgelbauer Johann Lachmayr aus Urfahr hatte sie dem Zeitgeschmack nach mit pneumatischer Spiel- und Registertraktur gebaut und mit 20 Registern ausgestattet, von diesen benutzten allerdings vier nach dem so genannten Multiplexsystem teilweise Pfeifen aus anderen Reihen.

Die Störanfälligkeit des Systems, die schlechten Materialien und die immer weniger verlässliche Spielmöglichkeit ließen berechtigt den Wunsch nach einer neuen Orgel aufkommen. Rupert Gottfried Frieberger, der als Orgelsachverständiger für das Projekt verantwortlich zeichnet, hat dazu als Leitlinie vorgegeben, dass das Gehäuse als integrierender Bestandteil der einheitlichen Kircheneinrichtung erhalten bleiben muss und der Klang des neuen Instrumentes sich - ebenfalls orientiert am Kunststil der Kirche - als romantisch-sinfonische Orgel erweisen soll. Das heißt, dass sich die deutsche Musik des 19. Jahrhunderts und des frühen 20. Jahrhunderts damit besonders gut darstellen lässt.

Bei der Suche nach einem geeigneten Orgelbauer fiel die Wahl nach Prüfung anderer Instrumente und Gesprächen auf die Firma Rieger-Orgelbau in Schwarzach/Vbg., an die schließlich noch im Februar 1994 der Auftrag vergeben wurde. Gerhard Pohl hat die Orgel im Jänner und Februar 1997 sorgfältig intoniert, sodass nun mit der Orgel in Aigen die Orgellandschaft des Mühlviertels um ein wichtiges Instrument bereichert ist.

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