Orgel auf dem "Cantorium" der Stiftskirche Schlägl

1989/93 gebaut durch Gebrüder Reil, Heerde (Niederlande)

Hauptwerk
Subbass 16'/ Principal 8' B + D
Piffaro 8' D
Copel 8'
Octave 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 3' B + D
Superoctave 2'

Tertia 1 3/5' B + D
Mixtur V - VI
Trompete 8' B + D
Unterpositiv
Copula 8' (Holz)
Flauta 4' (Holz, offen)
Octave 2'
Quinte 1 1/2'
Pedal
Subbass 16'
Trompete 8'

HW/Ped
UP/Ped

Glockenspiel HW d'-a''
Manualumfang: C, D-d'''
Pedalumfang: C, D-d'
Bass- und Diskantteilung wählbar bei h/c' oder c'/cis'

Das Spiel von mehreren Orgeln ist in der Stiftskirche Schlägl archivalisch nachweisbar. Ebenso der Bau mehrerer Orgeln in relativ kurzen Zeitabständen. Das "Cantorium" ist eine über dem Norberti-Altar situierte Seitenempore in Höhe der Kanzel, die - wie der bis heute tradierte Name verrät - der Ausübung der Figuralmusik dienen sollte. Akustisch ist es auch heute noch ein ganz ausgezeichneter Standort für polyphone Musik. Dort war bis zur Schwelle des 19. Jahrhunderts eine Orgel für die Kirchenmusik aufgestellt.

Im Zusammenhang mit der geänderten Stimmungstemperatur der Hauptorgel, die eine Notwendigkeit der Restaurierung war, stand fest, dass ein Zusammenspiel mit der 1965 erneuerten, modernen Chororgel nicht mehr möglich sein wird. Nun hatte gerade das Spiel an zwei Orgeln der Schlägler Kirchenmusik eine besondere Note verliehen.

Durch eine großzügige Spende war es dem Verein "Schlägler Musikseminare - Schlägler Orgelkonzerte" möglich, den Gedanken, auf dem Cantorium die Musiksituation mit einer Orgel wie zu jener Zeit, als Egedacher die Hauptorgel renovierte, wieder möglich zu machen, in die Tat umzusetzen.

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